1.Kai Hyakuhachi Reijō | ||||||
Die Kai Hyakuhachi Reijō (jap. 甲斐百八霊場, dt. „108 spirituelle Orte von Kai“) sind eine Sammlung von buddhistischen Tempeln und Shintō-Schreinen um die japanische Stadt Kōfu, in der ehemaligen Provinz Kai, die der heutigen Präfektur Yamanashi entspricht. Die Liste wurde 1980 vom Fernsehsender TV Yamanashi zusammengestellt und vereint Tempel der Präfektur mit einer langen Geschichte oder großen Bedeutung, wie der Kōfu Gozan. Dabei wurden 109 Tempel ausgewählt, wobei zwei Tempel gleichzeitig die Nummer 50 erhielten. | ||||||
2.Erin-ji | ||||||
Der Erin-ji (jap. 恵林寺) ist ein buddhistischer Tempel in Kōshū in der japanischen Präfektur Yamanashi. Er gehört zur Rinzai-shū und wird mit Takeda Shingen in Verbindung gebracht, hat also viele Gemeinsamkeiten mit den Kōfu Gozan in Kōfu. Er ist außerdem einer der Orte, die als Takeda Shingens Grab bekannt sind, und wahrscheinlich auch das echte beherbergt. Er wurde im Jahre 1330 gegründet und später durch Tokugawa Ieyasu erneuert. Im Gründungsjahr noch soll die große Gartenanlage durch Muso angelegt worden sein. Im Jahre 1673 wurden Takeda Shingen und vielen seiner 24 Generäle zu Ehren kleine Monumente auf dem Gelände errichtet. Die heutige Anlage stammt aus dem Jahre 1910, da ein großes Feuer den Tempel 1905 weitgehend zerstörte. Nur das „Rote Tor“ und das Tor das darauf folgt, blieben verschont. | ||||||
3.Seihaku-ji | ||||||
Der Seihaku-ji (japanisch 清白寺) ist ein kleiner Tempel der Rinzai-Richtung des Buddhismus in der Stadt Yamanashi. Der Tempel wurde im Jahr 1333 im Zen-Stil von Musō Soseki angelegt. Von den sieben Gebäuden einer vollständigen Zen-Tempelanlage mit sieben Gebäuden sind hier nur das Tor, die Buddha-Halle und das Refektorium erhalten. Das Tor erreicht man von einer Durchgangsstraße über einen nach Norden zum Tempel abzweigenden, 200 m langen Zugangsweg (参道 Sandō), der von alten Pflaumenbäumen der Sorte Kōshū koume (甲州小梅) gesäumt wird. Es ähnelt auf Grund seiner geringen Größe und bescheidenen Ausführung eher einem Außentor (総門 Sōmon) als einem Tempeltor (三門 Sammon). | ||||||
4.Daizen-ji (Kōshū) | ||||||
Der Daizen-ji (japanisch 大善寺) ist ein Tempel der Shingon-Richtung des Buddhismus in der Stadt Kōshū in der Präfektur Yamanashi. Er ist der 18. Tempel der Kai Hyakuhachi Reijō. Die Gründung des Tempels wird mit dem reichen und verehrten Grundbesitzer Saiguki Morikuni (三枝 守国) in Verbindung gebracht. Nach einer anderen Überlieferung soll Mönch Gyōki den Tempel im Jahr 718 gegründet haben. Sicher ist, dass der Tempel 1176 und 1270 von Bränden heimgesucht wurde. | ||||||
5.Kuon-ji | ||||||
Der Kuon-ji (jap. 久遠寺) ist ein buddhistischer Tempel an dem Berg Minobu (身延山) in der Stadt Minobu (Landkreis Minamikoma) in der japanischen Präfektur Yamanashi. Er ist der Haupttempel der Nichiren-shū, die älteste der auf den buddhistischen Reformer Nichiren zurückgehenden Schulen des Nichiren-Buddhismus. | ||||||
6.Chōzen-ji (Kōfu) | ||||||
Der Chōzen-ji (jap. 長禅寺) ist ein Tempel in der japanischen Stadt Kōfu in der Präfektur Yamanashi. Er gehört zu den Kōfu Gozan, einer Gruppe von fünf buddhistischen Tempeln des Rinzai-shū, die Takeda Shingen in der Sengoku-Zeit neu erbauen beziehungsweise aus der umliegenden Provinz nach Kōfu verlegt hat, um seinen Verwaltungssitz zu fördern. | ||||||
7.Kōfu Gozan | ||||||
Kōfu Gozan (jap. 甲府五山) sind fünf Zen-buddhistische Tempel der Rinzai-shū, genauer der Miyōshinji-Schule innerhalb des Rinzai-shū, deren Haupttempel (gleichen Namens) in Kyōto steht. Der Begriff Gozan für die fünf ranghöchsten Tempel taucht außerdem in Kyōto (Kyōto Gozan) und Kamakura (Kamakura Gozan) auf. Sie werden auch zu den 108 spirituellen Orten von Kai gezählt. | ||||||
8.Enkō-in | ||||||
Der Enkō-in (jap. 円光院) fünf großen buddhistischen Tempel in Kōfu (Kōfu Gozan), die Takeda Shingen während der Zeit der streitenden Reiche Sengoku-Zeit aus der umliegenden Präfektur Yamanashi nach Kōfu verlegt hat. Der Tempel gehört zur Myōshin-ji-Linie der buddhistischen Schule Rinzai-shū. Der Tempel soll durch einen Vorfahren Shingens in Isawa errichtet worden sein, Henmi Kiyomitsu (Minamoto no Kiyomitsu), dem Sohn des ersten Minamoto, der sich in der Provinz Kai niederließ und der Stammvater der Takeda sein soll. Diese Anlage wurde 1560 an den Fuß des Berges Atago verlegt. Dabei hatte Shingen im Sinn, die großen fünf Tempel Kyotos, Gozan nachzuahmen. | ||||||
9.Kai Zenkō-ji | ||||||
Der Zenkō-ji (jap. 善光寺), oder um ihn von anderen gleichnamigen Tempeln zu unterscheiden Kai Zenkō-ji (甲斐善光寺), und dem Bergnamen Jōgaku-zan (定額山), ist ein Tempel der Jōdo-Richtung des Buddhismus in Kōfu in der japanischen Präfektur Yamanashi (früher Provinz Kai). Er ist einer der Kai Hyakuhachi Reijō, der 108 spirituellen Orte von Kai. | ||||||
10.Daisen-ji (Kōfu) | ||||||
Der Daisenji (jap. 大泉寺, etwa: „Tempel der großen Quelle“) ist ein Tempel in der japanischen Stadt Kōfu in der Präfektur Yamanashi. Er gehört zu den Anlagen, die als buddhistische Tempel des Rinzai-shū, auf die Takeda-Familie zurückgehen und durch Takeda Shingen in der Sengoku-Zeit ausgebaut wurden. Er gehört, wie der Kōfu Gozan, der Zenkō-ji und der Erin-ji auch zu den Kai Hyakuhachi Reijō, den 108 spirituellen Orten von Kai. Er ist Nummer 59. | ||||||
11.Tōkō-ji (Kōfu) | ||||||
Der Tōkō-ji (jap. 東光寺) ist ein Tempel in der japanischen Stadt Kōfu in der Präfektur Yamanashi. Er gehört zu den Kōfu Gozan, einer Gruppe von fünf buddhistischen Tempeln des Rinzai-shū, die Takeda Shingen in der Sengoku-Zeit neu erbauen ließ, beziehungsweise aus der umliegenden Provinz nach Kōfu verlegt hat, um seinen Verwaltungssitz zu fördern. So wie die anderen Kōfu Gozan auch, ist er der Myōjinshi-Schule innerhalb des Rinzai gewidmet (臨済宗 妙心寺派). | ||||||
12.Nōjō-ji | ||||||
Der Nōjō-ji (jap. 能成寺) ist ein Tempel in der japanischen Stadt Kōfu in der Präfektur Yamanashi. Er gehört zu den Kōfu Gozan, einer Gruppe von fünf buddhistischen Tempeln des Rinzai-shū, die Takeda Shingen in der Sengoku-Zeit neu erbauen beziehungsweise aus der umliegenden Provinz nach Kōfu verlegt hat, um seinen Verwaltungssitz zu fördern. | ||||||
13.Hōsen-ji | ||||||
Hōsen-ji ist der Name folgender japanischer, buddhistischer Tempel: |